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Wenn man um etwas Verlorenes trauert,

ist es, als habe man die Uhr seines Lebens angehalten.

 

Es ist aber nur die Uhr des Denkens,

die wir blockieren können -

die Uhr unseres Lebens dagegen geht immer weiter,

unaufhaltsam,

und dadurch entsteht eine Differenz

zwischen dem äußeren und dem inneren Leben.

Sie heißt Trauer und tut weh.

Wenn wir trauern, ist unsere Seele ist nicht hier,

sondern irgendwo in der Vergangenheit geblieben,

dort wo wir etwas Schönes, Liebes, Wertvolles verloren haben.

Sie weigert sich weiterzugehen

und kann das Verlorene nicht loslassen, obwohl es verloren ist.

Daher kann sie das Schöne, das sie heute bekommt, nicht annehmen.

So stehen wir mit leeren Händen da und leiden,

krank und vom Leben abgeschnitten.

 

                                     Dorthin zu schauen, wo unsere Sonne untergegangen ist,

                                     lässt uns innerlich erblinden, denn es wird ja immer dunkler..

                                     Dorthin zu schauen, wo die Sonne aufgeht,

                                     bedeutet, das Licht und das Leben in sich aufzunehmen,

                                     denn vom Licht leben Augen und Seele gleichermaßen.

 

Trauere nicht.

Erinnere dich stattdessen freudig an das Verlorene,

und suche  auch heute noch das Schöne, Liebe und Wertvolle darin zu finden.

Dein Leben steht nicht still, es geht ständig weiter

und ist immer von einem Sinn erfüllt.

Wenn uns etwas genommen wird, dann deshalb,

weil uns etwas Neues und Richtigeres bestimmt ist.

Lass los, wenn du etwas verlierst:

und lerne dabei lächelnde Gelassenheit und erwartungsvolles Hoffen

für jeden Tag deines Lebens.

Trauer

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